Inline-Tropfer
Inline-Tropfer sind kleine, kalibrierte Tropfer, die direkt in einen Tropfschlauch eingebaut sind — entweder bereits ab Werk in festen Abständen integriert oder nachträglich eingesteckt. Jeder Tropfer hat einen exakt definierten Durchfluss, meist 2 L/h oder 4 L/h bei 1,5 bar Eingangsdruck. Dadurch bekommen alle Pflanzen entlang einer Linie die gleiche Wassermenge.
Wie funktioniert ein Inline-Tropfer?
Im Inneren des Tropfer-Gehäuses verläuft ein labyrinthartiger Kanal, der den Wasserstrom über eine längere Strecke turbulent verwirbelt. Diese Verwirbelung erzeugt einen definierten Strömungswiderstand — egal ob der Eingangsdruck etwas schwankt, der Tropfer gibt seine kalibrierte Menge ab.
Bei druckkompensierenden Tropfern (englisch: pressure-compensating, „PC") sitzt zusätzlich eine flexible Silikonmembran im Tropfer. Steigt der Druck, drückt sie sich enger zusammen und der Tropfer gibt nicht mehr ab. So bleibt die Wasserabgabe selbst bei 1 bar oder 3 bar Eingangsdruck nahezu identisch — wichtig für lange Tropfschlauch-Linien (>15 m) oder Hanglagen.
Typen und Abstände
- Vorgefertigte Tropfschläuche mit integrierten Inline-Tropfern: Standardabstände 20 cm, 30 cm, 50 cm. Du kaufst Meterware und schneidest ab.
- Einzelne Inline-Tropfer zum Nachrüsten: Werden in einen blanken Verteilerschlauch (Ø 4–6 mm) eingesteckt — mit Locheisen das Loch stanzen, Tropfer reindrücken. Flexibel, ideal wenn Pflanzen unregelmäßig stehen.
- Tropfer-Ringe: Mehrere Tropfer kreisförmig um einen Baum oder eine größere Pflanze.
Abstand-Faustregel: Bei Reihen-Beeten 30 cm zwischen Tropfern. Bei Einzelpflanzen (Tomaten, Kürbis) pro Pflanze 1–2 Tropfer direkt am Wurzelballen.
Druckkompensierend (PC) oder nicht?
Eine der häufigsten Fragen — kurze Entscheidungshilfe:
- Brauchst du PC: bei Tropfschlauch-Linien über 15 m Länge, bei Hanglagen mit mehr als 1 m Höhenunterschied, bei mehreren parallel laufenden Linien an einem Verteiler. Kostet 30–50 % mehr, ist aber jeden Cent wert.
- Reicht ohne PC: bei kurzen Linien (< 10 m), flachem Beet, einer einzigen Tropf-Linie pro Anschluss.
Worauf beim Kauf achten?
- Durchfluss: 2 L/h für Gemüse und Stauden, 4 L/h für größere Pflanzen oder Hecken.
- Anti-Drain-Ventil: Verhindert, dass der Schlauch nach dem Abschalten leerläuft — wichtig bei Hängen.
- Selbstreinigend: Manche Tropfer öffnen sich kurz beim Druckaufbau und spülen sich frei.
- Markenanschluss: Achte auf kompatible Außendurchmesser. Verteilerschlauch 4 mm passt nicht zu 6-mm-Tropfern.
- UV-stabilisiert: Schwarze Tropfer halten direkter Sonne 5+ Jahre stand, klare/weiße werden brüchig.
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