Tauchpumpe
Eine Tauchpumpe ist eine Pumpe, die vollständig im Wasser steht und das Wasser über einen Schlauch nach oben fördert. Im Gartenbereich werden sie hauptsächlich genutzt, um Regenwasser aus Tonne, Tank oder Zisterne zu entnehmen und mit ausreichendem Druck zum Schlauch, Sprinkler oder Tropfsystem zu bringen. Im Gegensatz zur Saugpumpe (Hauswasserwerk) entfällt der „Ansaug-Lift" — sie kann direkt aus jedem Wassertank arbeiten.
Wie funktioniert eine Tauchpumpe?
Im Pumpengehäuse sitzt ein Elektromotor mit Laufrad. Das Laufrad zieht Wasser von unten ein und drückt es durch eine Auslass-Öffnung an der Oberseite — und von dort weiter durch einen Schlauch. Da die Pumpe selbst im Wasser steht, kann sie das Medium ohne Energieverlust durch Ansaug-Vakuum direkt fördern.
Im Hausgarten verwendet man Klarwasserpumpen — speziell für sauberes Wasser ohne große Schmutzpartikel. Schmutzwasserpumpen mit Häcksler sind für Drainagen und Pumpensümpfe gedacht und im Bewässerungsbereich überdimensioniert.
Förderleistung — was brauchst du?
Zwei Kennzahlen sind entscheidend:
- Fördermenge (l/h): Wie viel Liter pro Stunde die Pumpe schafft. Garten-Standard: 3.000–6.000 L/h.
- Förderhöhe (m): Wie hoch die Pumpe das Wasser drücken kann. Für Sprinkler und Rasenbewässerung mindestens 30 m (= 3 bar Druck). Für reine Tropfbewässerung reichen 15–20 m.
Wichtig zu verstehen: Diese beiden Werte sind nicht gleichzeitig erreichbar. Eine 6.000 L/h-Pumpe schafft die 6.000 L/h bei 0 m Förderhöhe — sobald sie auch noch 5 m hoch drücken muss, sind's nur noch z. B. 4.500 L/h. Bei 30 m Förderhöhe sind die meisten Gartenpumpen praktisch bei 0 L/h. Schau im Datenblatt auf die Pumpenkennlinie (Diagramm Druck vs. Menge).
Bauarten
- Standard-Tauchpumpe: Einfach, günstig (50–150 €), für Tonnen und kleine Tanks. Wird per Hand ein- und ausgeschaltet — daher: nicht vergessen!
- Tauchpumpe mit Schwimmerschalter: Ein an einem Kabel hängender Schalter erkennt den Wasserstand und schaltet die Pumpe ab, wenn der Tank leer ist. Verhindert Trockenlauf und damit Motorschäden. Mehrpreis: ~30–80 €.
- Tauchdruckpumpe (Tiefbrunnen-/Gartenpumpe): Höhere Druckleistung (4–6 bar), für Versenkregner und große Sprinkler-Anlagen. Teurer (200–500 €), aber Standard bei Pro-Setups.
- Automatik-Tauchpumpe: Schaltet sich ein, wenn am Auslass Wasser entnommen wird (Drucksensor). Verhält sich wie eine Wasserleitung — Hahn auf, Pumpe läuft, Hahn zu, Pumpe stoppt. Komfort-Variante.
Worauf beim Kauf achten?
- Trockenlaufschutz ist Pflicht — sonst brennt der Motor durch, wenn der Tank leer wird. Entweder Schwimmerschalter (mechanisch) oder elektronischer Trockenlaufschutz.
- Anschlussgröße: 1″ oder 1 1/4″ für die meisten Garten-Anwendungen. Mit Adapter auf 1/2″ Gartenschlauch reduzierbar.
- Material: Edelstahl-Gehäuse hält länger als Kunststoff, aber Kunststoff reicht für saubere Regenwasser-Anwendungen.
- Stromaufnahme: 400–1.200 W typisch. Eine 800-W-Pumpe, die pro Bewässerung 30 Min läuft, kostet ~0,12 € — vernachlässigbar.
- Geräuschpegel: Im Tank steht sie unter Wasser — eher leise. Falls oberirdisch arbeitend, lohnt sich Vergleich der dB-Angaben.
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